Visionärer und innovativer Purpose Ansatz; Auszug aus Thomas Gernbauer 2005: Verkauf den FISH!.

Wie wir bereits festgestellt haben, sind die Leitbilder vieler Unternehmen viel zu überladen. Sie werden kaum eine größere Gruppe von Menschen finden, die auch alle diese Vorgaben umsetzen können.

Nachfolgend stelle ich Ihnen einen anderen, einfacheren Ansatz vor, der auch schon völlig ausreichend ist. Ich nenne ihn »das Bild dahinter«.

Es reichen vier Fragen, die Sie beantworten müssen:

Warum ist es sinnvoll, dass wir das tun?

Was ist unser gesellschaftlicher Auftrag?

Was ist unsere Vision?

Was können wir für unsere Kunden tun?

Dieser Ansatz wirkt für die Eigenmotivation der Mitarbeiter wahre Wunder. Denn nur jemand, der seinen Auftrag kennt, kann handeln und ist »unterwegs« zu seinem Horizont.

Warum gibt es immer wieder Unternehmen, die selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sehr erfolgreich sind?

Sie arbeiten mit dem »Bild dahinter«:

Weil ihre Vision zum aktuellen Zeitgeist passt.

Weil sie einen gesellschaftspolitischen Auftrag verfolgen.

Weil sie ihre Tätigkeit sinnvoll finden.

Weil sie sich überlegen, was sie für ihre Kunden tun können.

Dieses Bild steht deshalb hinter allen Handlungen eines Unternehmens. Dennoch muss es auf die verschiedenen Abteilungen und Beteiligten heruntergebrochen werden. Denn sie haben lauter verschiedene Psychogramme mit unterschiedlichen Ausprägungen.

Nur selten können sich alle Mitarbeiter eines Unternehmens von Anfang an mit diesem Bild der Geschäftsleitung identifizieren. Eine hundertprozentige Identifikation mit diesem Bild ist aber die Bedingung für ein hundertprozentiges Commitment. Und das brauchen Sie, wenn sie »120 % Leistung« haben möchten.

Im Falle des Pike Place Fish Market haben wir diese Bereitschaft von allen Beteiligten. Die Mitarbeiter identifizieren sich alle mit dem gleichen Bild dahinter:

· Sie finden ihre Tätigkeit sinnvoll, da sie Spaß macht.

· Ihr gesellschaftlicher Auftrag ist es, Menschen glücklich zu machen.

· Ihre Vision ist es, weltberühmt zu werden.

· Sie liefern ihren Kunden den besten Fisch und den besten Service.

Diesem Ziel haben sich alle Beteiligten verpflichtet. Wie Sie sehen, stecken hier keine materiellen Ziele darin. Es geht hier um eine Meta-Ebene.

Da es allerdings nur eine kleine Gruppe ist, haben sie diesen kleinsten gemeinsamen Nenner. In einem Konzern finden Sie gerade einmal die Konzernspitze, die sich darauf einigen kann. Wie wollen Sie z. B. 2 000 Mitarbeiter finden, die sich alle mit dem gleichen »Bild dahinter« identifizieren können?

Ich finde deshalb eine Organisation in Teams oder »strategischen Geschäftseinheiten« unglaublich praktisch, denn hier können Sie für jedes Team (oder für jede »SGE«) ein eigenes »Bild dahinter« gestalten lassen. Ihre Teammitglieder werden damit hundertprozentig motiviert sein.

Bei einer herkömmlichen Organisation brauchen Sie zumindest für jede Abteilung ein »Bild dahinter«. Denn jede Abteilung hat im Unternehmen eine etwas andere Aufgabenstellung.

Wenn Sie ein Team zusammenstellen oder neue Mitarbeiter rekrutieren, dann brauchen Sie nur die vier Fragen stellen, und Sie wissen, wie Ihre Leute zusammenpassen.

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